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16. Der kosmische Ursprung des Menschen

Durch seinen Bildekräfteleib ist der Mensch mit den Bildekräften verwandt und verbunden, die sich in der gesamten Natur in allen Erscheinungen des Lebens auswirken. Diese sind nicht auf die Erde beschränkt, sondern haben ihren Ursprung im Wirken der Sonne und der Planeten, ohne die es auf der Erde kein Leben geben könnte. Zwar manifestieren sich die kosmischen Lebenskräfte für uns erkennbar nur auf der Erde, sie haben aber ihren Ursprung nicht auf dieser. Dies bedarf im Hinblick auf die Sonne keiner besonderen Begründung, gilt aber auch für den Mond und die Wandelsterne.

Bereits durch sein Leben ist der Mensch also ein kosmisches Wesen, das gleichsam auf der Erde nur vorübergehend zu Gast ist. Noch mehr aber gilt dies für die menschliche Seele und das geistige Wesen des Menschen. Während die wahre Heimat der Seele die Astralwelt, die Sternenwelt ist, stammt das Menschen-Ich gar aus einer überkosmischen Heimat. Denn es ist Geist von jenem Geiste, der der Existenz des physischen Universums zugrundeliegt, diesem vorausgeht und ihn überdauert. Der Erde gehört er nur durch seinen physischen Leib an, der aus den Substanzen der Erde gebildet wird und den er mit dem Tode auch wieder auf der Erde zurückläßt.

Während der physische Leib des Menschen mitsamt der physischen Erde in den physischen Kosmos eingebettet ist, ist der Mensch durch seinen Ätherleib Teil eines ätherischen Kosmos, durch seine Seele Abkömmling einer kosmischen Seelenwelt und durch sein geistiges Wesen Bürger einer überkosmischen Geisterwelt. Die kosmischen Ätherkräfte strömen von der Sonne und den Planeten aus, umspülen und durchdringen die Erde und machen das Leben auf ihr möglich. Die kosmische Seelenwelt durchflutet alles Seiende und manifestiert sich in den verschiedenen Lebewesen auf jeweils unterschiedliche Art. Die überkosmische Geisterwelt ist der eigentliche Urgrund aller Dinge, der Mutterschoß des Werdens, aus ihm geht der Mensch als geistiges Wesen hervor, in ihn kehrt er nach dem Tode wieder zurück, um eine neue Inkarnation auf der Erde vorzubereiten.