19. Ausblick auf die Gegenwart und Zukunft
Gegenwärtig steht die Menschheit vor einer Alternative:
- Entweder sie versinkt vollständig im geistentfremdeten Materialismus, der zu einer apokalyptischen Entfesselung der Selbstsucht, zu Gewalt und Anarchie und schließlich zum Untergang der gegenwärtigen Formen des Lebens auf der Erde führen wird.
Oder es gelingt ihr, wieder eine Beziehung zur Realität des Geistes zu finden. Durch diese Beziehung
- würde der Bewußtseinshorizont der Menschheit erweitert,
- das Wissen von der gegenseitigen Verantwortung, von der Abhängigkeit aller Wesen würde wachsen,
- die Überzeugung würde die Menschen durchdringen, daß sie nicht auf Kosten des Unglücks anderer Lebewesen nach ihrem persönlichen Glück streben können.
Im Wissen von der Abhängigkeit und schicksalmäßigen Verflochtenheit aller Wesen sind sich alle spirituell Strebenden einig. Die Anthroposophie möchte das ihrige dazu beitragen, dieses Wissen zu verbreiten und eine Form des menschlichen Lebens auf der Erde herbeizuführen, das von gegenseitiger Achtung, von Liebe und Toleranz gegenüber allem Lebendigen – die selbst das Nichtlebendige als notwendigen Bestandteil des Lebens einschließt – geprägt ist.
